Wie könnte ich meiner Frau / Freundin das Tragen von Strumpfhosen plausibel machen?
Das ist eine Frage, die für mich selbst mittlerweile
gelöst ist, da ich mich durch meine Schusseligkeit selbst ans
Messer geliefert habe. Ich wollte es zwar vermeiden, mit der
Tür ins Haus zu fallen. Aber genau dieses ist der Grund, warum
ich heute tragen kann, was und wann ich möchte. Mittlerweile
kaufen wir unsere Strumpfsachen zum Teil gemeinsam oder ich besorge
meiner Frau etwas Passendes in ihrer Größe. Dabei
wurde ich übrigens schon einige Male von der Verkäuferin darauf
angesprochen, daß es sich um zwei verschiedene Größen oder um
Strumpfhosen und Halterlose handelt. In solchen Fällen bleibe ich
konstant bei der Wahrheit und erkläre, daß das eine für meine Frau
sei und das andere für mich selbst. Bisher waren die Reaktionen immer
vollkommen normal, d. h. die "Gegenseite" war nicht überrascht.
Wer den Mut dazu hat und seine Partnerin sehr gut zu kennen glaubt, kann es
natürlich mit dieser Brechstangenmethode versuchen, sollte
aber eine möglichst wasserdichte Begründung und ebenfalls
genug Argumente auf seiner Seite haben.
Ich versuche hier trotzdem einfach mal wiederzugeben, was
mir andere Männer zu diesem Thema geraten haben. Ich hatte mit
der Vorbereitung bereits angefangen, in dem ich so zwischendurch
immer wieder das Thema "Frauen in Männerkleidung kontra
"Gleiches Recht für alle" ins Gespräch brachte. Bei
entsprechender Begründung (z. B.: Wenn Frauen
Männersachen so selbstverständlich tragen, warum habe ich
nicht umgekehrt das Recht, den Spieß einfach umzudrehen?)
wird man eine entsprechende Reaktion zu hören bekommen. Meine
Lebensgefährtin reagierte dann erfahrungsgemäß so,
daß sie es grundsätzlich versteht und mir auch Recht
gibt, sich das aber nicht an mir vorstellen kann. Die beste
Zeit, offiziell zu werden, ist der Winter. Wenn es so richtig kalt
draußen ist, könnte man z. B. fragen, warum sie unter
ihrer Hose eine Strumpfhose trägt. Da der Grund in dem Falle
nicht der optische Eindruck sein kann, wird die wärmende
Wirkung und bequemes Tragen als Argument auftauchen. Also was liegt
näher als dann auf einem Selbstversuch mit einer dickeren,
blickdichten Strumpfhose (um die 100 DEN) oder gar mit einer
Männerstrumpfhose (wegen des Eingriffs eventuell ein - je nach
Hersteller allerdings ziemlich teures - Argument, muß jeder selbst
entscheiden!) zu bestehen. Immerhin ist das Tragen von langen
Unterhosen meist zu warm oder zu unbequem und das wäre
das Patentrezept zum winterlichen Wohlfühlen, oder???
Wenn es dann draußen wieder wärmer wird, könnte
Mann ja dann langsam auf ein dünneres Material (z. B. 40 DEN)
umsteigen, nachdem Frau sich daran gewöhnen konnte. Das
Argument bezüglich des Eingriffes könnte man insofern
umgehen, als ein Männerslip auch keinen besitzt und alles
trotzdem funktioniert. Außerdem ist der wärmende Effekt
auch noch groß genug. Wichtig könnte anfänglich die
Farbe sein, denn wer trägt schon hautfarbene Socken? Wenn dann
die erste hautfarbene Strumpfhose ins Spiel kommt, könnte die
Begründung das hochrutschende Hosenbein oder gar ein Fehlgriff
ins Strumpfregal sein. Außerdem: Wer trägt schon immer
beispielsweise schwarze Socken? Insgesamt hätte ich mir durch
dieses Vorgehen die besten Erfolge versprochen und weiß
heute, daß es funktioniert hätte...
Wohl gemerkt: Das wäre ein Selbstversuch gewesen,
der laut meiner Partnerin auch funktioniert hätte. Wer
Nachahmung anstrebt, sollte wissen, daß ich bei
Fehlschlägen keinerlei Verantwortung übernehme!!!
